Der Tonumfang der Klarinetten
Der Tonumfang der B-Klarinette reicht von d bis b’’’ (gebräuchlich bis f’’’ [klingend, notiert e bis c’’’’ bzw. g’’’], eher selten darüber hinaus), erstreckt sich also über mehr als dreieinhalb Oktaven. Die Tonumfänge der übrigen Klarinetten sind gleich groß, beginnen und enden gemäß der Transposition aber höher bzw. tiefer.
Manche Hersteller bieten für die B-Klarinette eine sog. Tief-es-Verlängerung an, die zwischen Schallbecher und Unterstück gesetzt wird und den Tonumfang nach unten um einen halben Ton (bis zum notierten es, klingend des) erweitert; das im Erweiterungsstück befindliche Tonloch wird bei Bedarf über die Klappe für den rechten Daumen mit der Bechermechanik geschlossen oder geöffnet. Für Spieler ohne A-Klarinette besteht so die Möglichkeit, deren Tonumfang auf der B-Klarinette vollständig zu nutzen. Beispiel siehe hier.
(Die sog. Bechermechanik wird bei den Klarinetten traditioneller deutscher Bauweise benötigt, um für die beiden tiefsten Töne, f und e, die hier meist zu tief intonieren, eine reine Intonation zu erzielen. Sie schließt bzw. öffnet ein zusätzliches Tonloch am Schallbecher. Bei innovativeren Instrumenten deutscher Bauweise kann auf die Bechermechanik zur Intonationsverbesserung verzichtet werden: Dort intonieren f und e ohne diese Hilfe deutlich reiner, wozu u. a. eine neu neukonzipierte Anordnung der untersten Tonlöcher für e/h’ und f/c’’ sorgt; siehe Abbildung auf dieser Seite.)
Für Bass- und Kontrabassklarinette gibt es eine Erweiterung des Tonumfangs nach unten um eine kleine Sekunde (ein Halbton, notiert es, klingend des) und um eine große Terz (notiert c, klingend B) durch zusätzliche Löcher, erreichbar über Klappen für den rechten Daumen.
Die A-Klarinette wird auch manchmal mit einem, einer großen Terz entsprechenden, verlängerten Unterstück versehen, um die Töne bis zum notierten c (klingend A) spielen zu können; diese Bassettklarinette genannten Variante (populär geworden durch durch Sabine Meyer) kommt meist bei Aufführungen von Mozarts Klarinettenkonzert zum Einsatz, weil man so die vermutete Originalversion der Solostimme ohne Änderungen spielen und dem Werk einen noch intensiveren Charakter im tiefen Register verleihen kann.
Zum genauen Tonumfang der einzelnen Klarinetten (von hoch as bis Kontrabass) siehe hier.
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