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Klarinettist[inn]en
Die für mich persönlich wichtigsten Klarinettisten waren im 19. Jahrhundert Heinrich Joseph (Vater) und Carl (Sohn) Baermann (von dem die noch heute gebräuchliche, unübertroffene Klarinettenschule stammt) und Richard Mühlfeld (der Brahms zu seinen vier späten Kompositionen für Klarinette inspirierte).
Im 18. Jahrhundert haben wir Anton Stadler und seiner Bekanntschaft mit Mozart aus eben dessen Feder wunderbare Kompositionen für die Klarinette zu verdanken (Quintett und Konzert) sowie große Fortschritte in der bautechnischen Entwicklung des Instrumentes; erste “große”, noch frühere Kompositionen für das zu dieser Zeit in den Kinderschuhen steckende Instrument schrieben Carl Stamitz, Mitglied der Mannheimer Hofkapelle, und Franz Anton Hoffmeister.
Aus der Ära des Swing/Jazz in der Mitte des 20. Jahrhunderts muss natürlich Benny Goodman erwähnt werden, der die Klarinette wie kaum ein anderer Jazzmusiker populär machte, übrigens auf Basis einer klassischen Instrumentalausbildung.
Bis in das bzw. im 21. Jahrhundert wirkende, überragende Klarinettisten gibt es zahlreiche; beispielhaft erwähnt seien nur Karl Leister (Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker 1959 bis 1993 und heute noch als Solist tätig; seine realisierten Klangvorstellungen sind schlicht ideal) sowie das Professoren- und Solisten-Trio Sabine Meyer, Reiner Wehle und Wolfgang Meyer. Jörg Widmann tritt nicht nur als Klarinettist, auch als zeitgenössischer Komponist hervor. Aus Schweden hören wir neuerdings Vorzügliches von Martin Fröst. Nicht ganz so weit aus dem Norden macht nun Sebastian Manz (Lübeck) sehr überzeugend auf sich aufmerksam. (Eine lange Liste von Klarinettisten aller Genres findet sich bei Wikipedia.)
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